Zum Geburtstag ein katzensicherer Balkon für die Luzi

Diese Woche feiert Luzi mal wieder ihren elften Geburtstag. Bekanntermaßen feiern wir den immer an gleich zwei Tagen – und zwar am Karfreitag und am 30. März. Weil der 30.03.2018 Karfreitag war und Luzi an dem Tag zu mir gezogen ist. Dieses Jahr fallen beide Termine fast wieder zusammen. Wir feiern also Geburtswoche, sozusagen. Aber das nur so am Rande. Viel wichtiger ist: Mein Geschenk für sie ist dieses Jahr ein katzensicherer Balkon. Endlich!

Ein katzensicherer Balkon zur Straße

Viele Jahre lebe ich nun schon mit einem Balkon, mit dem ich gar nicht so viel anzufangen weiß. Auf der einen Seite bin ich froh, überhaupt einen zu haben. Auf der anderen Seite liegt er zu einer recht stark befahrenen Straße und hat kaum direkte Sonne.

Dann kam Luz. Und mit ihr kam die Frage, was ich nun mit dem Balkon anstelle. Anfangs lautete meine Antwort: Nicht viel. Denn warum sollte Luzi sich dort wohlfühlen, wo es mir auch nicht besonders gefällt? Außerdem müsste ich den Balkon ja auch katzensicher machen. Mit anderen Worten: mit einem Netz zuhängen. Wäre ich mein Vermieter, würde mir das aber nicht gefallen. Weil das Ganze zur Straße und nicht in den Hinterhof hinausgeht.

Über mehr als zwei Jahre habe ich die weiteren Überlegungen immer wieder vertagt. Bis mir nach zwei viel zu heißen Sommern endlich die Idee kam, Luzi a) nur den halben Balkon zur Verfügung zu stellen und b) auch nicht die volle Höhe. Das erspart so manche Diskussion, denn von der Straße aus ist von allem kaum etwas zu sehen. Für Luzi bedeutet es aber etwas mehr Revier.

Balkon in zwei Bereiche aufgeteilt

Dank zweier Türen ließ sich der Balkon relativ einfach in zwei Bereiche aufteilen. Durch die eine Tür komme ich nun also nach wie vor hinaus. Und durch die andere, die seit Luzis Einzug mit einem Katzennetz gesichert ist, kann nun also auch sie hinaus. Wenn auch nur in einen Bereich, der kaum einen Kubikmeter groß ist.

Die kleine Trennwand, die mir im gewissen Sinne auch als Tür dient, zu bauen, war nicht schwer. Schwer war es hingegen, in Zeiten wie diesen an das passende Material zu kommen. Als ich die Latten gekauft habe, gab es nur das Click & Collect. Und da geht natürlich kein Baumarkt-Mitarbeiter hin und sucht dir die geradesten und schönsten Latten aus.

Zum Glück hatte ich reichlich bestellt, sodass das Material dann doch für die Rahmenkonstruktion reichte. Die sich auch schnell und unkompliziert mit dem drahtverstärkten Katzennetz bespannen ließ. Darin bin ich ja schon geübt – siehe Netz in der Balkontür.

Katzensicherer Balkon mit Netz und ohne Bohren

Nun hatte ich mir vorgenommen, auf gar keinen Fall in die relativ frisch renovierte Hausfassade zu bohren (immerhin heißt Luzi seit diesen Arbeiten auch miniPorsche…). Das bedeutet zum Beispiel, dass die kleine Trennwand defacto nur zwischen Türrahmen und Balkongeländer klemmt. Als Befestigung dienen überdies einfach nur Kabelbinder.

Nun brauchte das Ganze natürlich auch noch von oben ein Netz. Das liegt nun in der Tat nur auf der Balkonumrandung auf und ist am Balkongeländer wiederum mit Kabelbindern befestigt.

Einzig an der Trennwand dient der Befestigung nur ein Seil, das sich recht leicht lösen lässt. Schließlich muss ich ab und an vielleicht doch mal selbst in Luzis Bereich. Sei es, um dort mal sauberzumachen. Oder um etwas Neues hinzustellen. Sagen wir: ein Kuschelplätzchen. Dann möchte ich nicht ständig Kabelbinder auftrennen müssen.

Luzis katzensicherer Balkon ist nun jedenfalls ungefähr so hoch, wie er breit ist: einen Meter. Das ist nicht viel. Es ist aber mehr, als sie zuvor hatte.

Was sagt Luzi zu ihrem Balkon?

Ich glaube, wenn Luzi erzählen könnte, würde sie sich erst einmal über diesen Balkon beschweren. Und zwar nicht, weil sie ihn zu klein oder zu doof findet.

Was Luzi offensichtlich auf den Keks gegangen ist: mich tagelang dabei beobachten zu müssen, wie ich vor den Fenstern gewerkelt habe. Ohne zu verstehen, was da passiert ist. Immerhin hätte ich in der Zeit ja auch mit ihr kuscheln können. Das hätte ihr definitiv besser gefallen. Tatsächlich hat Luz deswegen sogar zweimal nachts gekotzt.

Am Nachmittag vor ihrem diesjährig ersten elften Geburtstag habe ich dann in einem wenig feierlichen Moment den Balkon für sie eröffnet. Sprich: Ich habe einen Teil des Katzennetzes in der Balkontür ausgeschnitten. Und dies so groß, dass auch ich mich im Zweifel durchzwängen kann. Zum Bespiel, um das Katzengras und die Grünlilie gießen zu können.

Luzis erste Reaktion sah dann so aus:

Was soll ich sagen: Irgendwie hatte ich mir das schon gedacht. Drei Jahre lang hat Luzi immer nur vor der Tür gesessen und hinausgeschaut. Nicht ein Mal hat sie die Pfote gegen das Katzennetz in der Tür gerichtet. Dann hätte sie nämlich festgestellt, dass dieses Netz alles andere als katzensicher war.

Andererseits ist überliefert, dass Luzi, als sie noch bei Romy gelebt hat, sehr gerne auf den Balkon gegangen ist. Der allerdings zu einem extrem hübschen Garten mit einem wunderschönen Kirschbaum zeigt. Im Vergleich zu unserem Balkon herrscht dort nahezu himmlische Ruhe.

Also habe ich auf die Abendstunden gesetzt, da auf der Straße weniger los ist. Und siehe da, im Dunkeln fasste sich die Maus ein Herz und ging zum ersten Mal nach draußen.

Und so war es dann auch an ihrem Geburtstag: Tagsüber konnte ich sie zwar einmal mit der Boxmaus hinauslocken. Aber dann fuhr ein LKW vorbei und Luzi hatte direkt keine Lust mehr. Am Abend hingegen hat sie sich dann wieder hinausgetraut.

Naja, so arbeiten wir nun also daran, dass Luz ihren Revierzuwachs schätzen lernt.

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