Stabiles Fummelbrett für ganze Kater Kerle

Nachdem Romy gesehen hatte, mit welch Grandezza Luzi ihr erstes Fummelbrett zu bearbeiten pflegte, verkündete sie mir ihren Geburtstagswunsch: ein stabiles Fummelbrett für Joschi und Cobi.

Der Wunsch passte zu meinen eigenen Überlegungen. Mittlerweile hatte ich die Variante aus Klo- und Küchenpapierrollen ein wenig leid. Ich hatte schon über eine Version aus Bauklötzen nachgedacht, wusste aber noch nicht so recht, wie genau die aussehen sollte. Eines war auf jeden Fall klar: Für die Bauteile der stabilen Variante musste ich einkaufen gehen.

Bauelemente für ein stabiles Fummelbrett

Das Fummelbrett, das ich für die Katers gebaut habe, besteht aus:

  • einem dünnen Holzbrett (30 x 40 Zentimeter), in meinem Fall zwei aufeinander geklebten Modellbauplatten
  • einer Deko-Folie (d-c-fix)
  • einem Turmbauspiel (aus Buchenholz)
  • Sisalschnur
  • ca. 100 Schrauben (30 x 16 Millimeter)
  • und vier Filzgleiter

Als ironische Verzierung kamen noch Häschen Knöpfe hinzu.

Für die Herstellung braucht es zudem:

  • Cutter oder Schere
  • Lineal
  • doppelseitiges Klebeband
  • Schraubenzieher
  • Tacker
  • Handtuch
  • etwas Klettband

Die Bodenplatte

Die Idee hinter den Modellbauplatten war, dass sich die Schrauben vergleichsweise leicht reindrehen lassen. Zwar sind diese Sperrholzplatten sehr dünn und leicht. In doppelter Lage und mit den wahrlich vielen Schrauben (fast hundert Stück!) bekommt die Konstruktion aber genug Gewicht, um den Katerpfoten standhalten zu können.

Man klebt also zwei Modellbauplatten mit doppelseitigem Klebeband zusammen. Damit diese Bodenplatte dann auch abwischbar ist, habe ich sie mit Dekofolie (d-c-fix) beklebt. Die hatte ich noch von meiner Küchenrenovierung übrig. Hier ist dann auch das erwähnte Handtuch hilfreich: Damit lässt sich die Folie leichter glattstreichen, sodass beim Kleben keine Luftblasen entstehen.

Der Entwurf

Stabiles Fummelbrett mit Elementen eines Turmbauspiels: Entwurf
Stabiles Fummelbrett mit Elementen eines Turmbauspiels: Entwurf

Für den Entwurf habe ich mit den Elementen des Turmbauspiels ein bisschen herumgespielt. Für die Zweckentfremdung des Turmbauspiels sprach übrigens, dass ich es niemals geschafft hätte, Holz in derart exakt zugesägte Teile zu zerlegen.

Wichtig war mir vor allem, dass die Kater auch ein bisschen um die Ecke denken und fummeln müssen. Deshalb gibt es auch die Bereiche mit den hochgestellten Holzelementen: Hier dürfte es schwierig werden, von oben an das Leckerli heranzukommen. Die langen Bahnen sind da schon eher was für den schnellen Hunger.

Der Abstand zwischen den einzelnen Elementen sollte übrigens der Pfotengröße der Fummler entsprechen. Zu leicht wollte ich es den Jungs aber auch nicht machen. Ich habe mich für einen Mindestabstand von gut zweieinhalb Zentimetern entschieden.

Wenn der Entwurf steht, hilft es, die Elemente erst einmal mit etwas doppelseitigem Klebeband zu befestigen. Schließlich findet das Anschrauben von der Unterseite der Bodenplatte statt. Hier hilft dann auch das Lineal. Auf der Unterseite der Bodenplatte ist es ohne Abmessen und Markieren sehr schwer, genau die passende Stelle für die nächste Schraube zu finden.

Das Festschrauben der Elemente

Für jedes Holzelement braucht es nun zwei kleine Schrauben. Bei fast fünfzig Holzelementen sind das an die hundert Schrauben. Und wenn man so wie ich keinen Akkuschrauber besitzt, weiß man hinterher, was man mit dem Schraubenzieher getan hat – uff. Ich habe diese Arbeit jedenfalls auf mehrere Tage verteilt.

Beachten sollte man auf jeden Fall, erst alle niedrigen Holzelemente und dann erst die hohen zu befestigen. Sonst wird das mit dem Festschrauben noch anstrengender.

Das Verzieren

Eigentlich war es das schon, das Fummelbrett ist fertig. Aber ein bisschen Verzierung kann nicht schaden. Zumal die in Hinblick auf die Sisalschnur durchaus auch noch Funktion aufweist. Wieder geht es darum, die Anforderung an die Kater zu steigern. So sorgt die Schnur dafür, dass an manchen Stellen das Herankommen an das Leckerli noch etwas schwieriger ist. Befestigt habe ich die Schnur übrigens mit einem Tacker.

Der raue Teil eines Klettbandes klebt an einigen Stellen auf der Bodenplatte und hat eigentlich nur den Sinn, dass es sich hier für die samte Katerpfote etwas anders anfühlt.

Und die mit doppelseitigem Klebeband befestigten Häschen Knöpfe erfüllen einzig den Zweck, ironisch zu sein.

Von Luz getestet und für gut befunden

Stabiles Fummelbrett Test durch Katze Luzi
Von Luz getestet und für gut befunden

Natürlich musste Luzi das Fummelbrett erst einmal testen, bevor ich es in Katerpfoten geben konnte. Und dabei fiel auf, dass vier Filzgleiter nicht schaden können. Auf glatten Untergründen würde das Brett sonst zu sehr rutschen und könnte dank der vielen Schraubenköpfe auch das Parkett zerkratzen.

Luzi waren solche Detailfragen egal. Von dem Brett an sich war meine Fummelkönigin direkt begeistert. Und ich wusste, dass ich noch eine ganze Menge mehr Schrauben durch dünne Holzplatten würde drehen müssen…. Was ich in der Folge auch getan habe.

Luzis eigenes stabiles Fummelbrett: mit Bauklötzen
Mit ihrem Bauklötze Fummelbrett könnte Luzi immer fummeln

Luzis Bauklötze-Fummelbrett befindet sich seit über einem Jahr im Einsatz. Und wenn es nach Luzi ginge, wäre es ein Dauereinsatz. Langweilig scheint es ihr jedenfalls nicht zu werden.

Und was sagen die Kater zu ihrem Fummelbrett?

Vor allem Cobi scheint von dieser Art der Katzen Beschäftigung durchaus angetan zu sein. Wie Romy mir vor einiger Zeit erzählte, hat er es mittlerweile wie Luzi raus, die TroFu-Bröckchen mit der Pfote ins Mäulchen zu schaufeln.

Anfänglich schienen die beiden Herren nicht ganz so begeistert zu sein. Sie waren das Fummeln aber auch nicht gewöhnt. Zudem bekamen sie nicht so viele Trainingseinheiten wie Luz. Denn mit dem Fummeln ist nun mal immer einiges an Trockenfutter verbunden. Das kann sich ein Cobi, der definitiv nicht noch mehr zunehmen sollte, eigentlich nicht leisten. Seine übliche Portion Nassfutter will er aber sicherlich nicht reduziert wissen.

Bemerkenswert finde ich vor allem, dass die beiden Herren gemeinsam an diesem einen Brett fummeln, ohne sich dabei allzu sehr zu streiten. Ich hatte sich ja gedacht, sie würden sich öfter mal streiten, und deshalb ein besonders stabiles Fummelbrett gebaut. Vielleicht liegt die friedliche Stimmung daran, dass Joschi sein Futter lieber aus dem Napf nimmt. Oder aber: Fummeln verbindet!

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