Ruhe in Frieden, liebes Luz. Du fehlst so sehr, kleiner Bär.

Am 13.06.2024 ist Luzi für immer aus ihrem Revier ausgezogen. Und das war höchste Zeit. Denn der Tumor, der vor vier Monaten unter ihrer Zunge entstanden war, war bereits auf ihrer Zunge angekommen. Dass sie überhaupt noch trinken und wenigstens ein bisschen futtern konnte, grenzt fast an ein Wunder. Ich musste sie also gehen lassen.

Seit einem Jahr bereits hatte ich gewusst, dass sie diesen Sommer wohl nicht mehr erleben würde. Auch wenn ich keine Diagnose gehabt hatte, die diese Annahme begründet hätte. Aber ich hatte die Kleine ja erlebt, hatte gesehen, dass es ihr nicht mehr wirklich gutgegangen war. Jedoch hatte Luzi meistens guten Hunger gehabt und war für ihren Leckerli-Sport stets zu haben gewesen.

Seither gab es so viele letzte Male. Ein letztes Weihnachten zum Beispiel. Der Jahreswechsel. Oder ihr letzter Geburtstag. Und nun waren es ihre letzten Wochen.

Die letzten zwei Wochen

Keine vier Wochen ist es her, da starteten Luzis Tage noch mit ihrem geliebten Fußballtraining. Mittags kam sie und erinnerte mich daran, dass es Zeit fürs Fummelbrett sei. Und abends, wenn ich zum Spülen in die Küche ging, kam sie mit und freute sich auf die Leckerli-Jagd.

Zu der Zeit wusste ich bereits, dass sie einen Tumor unter der Zunge hatte. Ein Plattenepithelkarzinom. Das war auch ohne Biopsie klar. Ich wusste auch, dass diese Art von Tumor eine Weile ruhen und dann sozusagen explodieren kann. Als Luzi dann zum ersten Mal aufhörte zu fressen, ging ich dennoch nicht davon aus, dass der Grund dafür der Tumor sein könnte.

Auf unser erstes Wochenende aus der Hölle folgten zwei weitere. Nach dem ersten schien sie sich wieder gefangen zu haben. Zumindest fraß sie wieder, das auch ganz ordentlich. Ich ersparte ihr also den nächsten Besuch beim Tierarzt. Aber als sie dann ein zweites Wochenende lang fast gar nichts zu sich nehmen mochte, ging es am Montagmorgen direkt zum Doc.

Meine Nachbarin, die für Luzi wieder den Rollator gestiftet hatte, sagte hinterher, sie sei nicht davon ausgegangen, dass wir sie wieder mit nach Hause nehmen würden. Das war ich auch nicht. Im Gegensatz zum ersten Wochenende, als Luzi ständig um Futter gebettelt, sich dann aber angewidert abgedreht hatte, hatte sie an diesem fast nur geschlafen. Ich war also darauf gefasst, dass der Doc mir das Ende verkünden würde.

Hatte er aber nicht. Zwar war der Tumor aufgebrochen und eine Entzündung hatte sich draufgesetzt. Aber er meinte, ihr mit einem Antibiotikum und einem Antiemetikum nochmal helfen zu können. Immer wieder bat ich ihn, mir zu sagen, wenn es an der Zeit wäre, ihr weiteres Leid zu ersparen. Aber er meinte nur, ich solle sehen, dass sie wieder Nahrung zu sich nimmt.

Die letzten zehn Tage

Kaum aus der Box fing Luz dann auch direkt wieder an zu fressen. Wollte an dem Montag auch kaum mehr aufhören. Aber wie der Doc vorhergesagt hatte, hielt die Wirkung nur zwei Tage an.

In der Folge sollte ich ihr dann von dem Mirtazapin geben, das ich in der Klinik bekommen hatte. Das hat dann genau einmal gewirkt. Nach der ersten Dosis wurde Luzi zur Fressmaschine – ein Effekt, der wiederum genau zwei Tage anhielt. Und dann war auch schon wieder Wochenende. Weiteres Mirtazapin hat gar nichts für Luzi getan.

So konnte es nicht weitergehen, das war klar. Ich hatte mir so sehr vorgenommen, zeitig genug zu reagieren. Luzi nicht mehr Leid zuzumuten. Auf gar keinen Fall sollte es dazu kommen, dass sie vor meinen Augen verhungert. Also wollte ich an dem folgenden Montagmorgen in der Praxis anrufen. Aber das habe ich nicht geschafft.

Angerufen habe ich erst am Dienstag. Denn Luzi war an dem Morgen sehr früh zu mir ins Bett gekommen, hatte sich neben mich gelegt und sich kuscheln lassen. Das hatte sie schon länger nicht mehr getan. Und ich – ich war einfach noch nicht bereit.

Bittere Entscheidung

Katze Luzi mit Milchbart. Kurz vor ihrem Tod hat sie sich fast nur noch von Katzenmilch ernährt.
Luzi war zuletzt auf den Katzenmilch-Geschmack gekommen.

An dem Montag kam dann Romy. Lange haben wir geredet und viel geweint. Und zusammen haben wir entschieden, dass es für Luzi auf keinen Fall ein viertes Horror-Wochenende mehr geben darf.

Auch wenn Luzi dann in den nächsten Tagen durchaus mehr zu sich genommen hat als nur die Katzenmilch, die sie über das dritte Wochenende gebracht hatte, bin ich bei dieser Entscheidung geblieben. Ich habe gezweifelt, ich habe mit mir gerungen. Ich habe viel geweint. Aber ich bin standhaft geblieben und habe auf mein Gefühl vertraut, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Luzi, so habe ich mir immer wieder gesagt, soll mir nicht verhungern. Sie soll noch so viel Kraft und Energie in sich haben, dass sie sich wehren kann, wenn es so weit ist. Sie sollte mit so viel Würde gehen können, wie es in ihrer Verfassung noch möglich war. Das war mir wichtig. Und dafür musste ich stark genug sein.

Katze einschläfern zu Hause

Letzten Herbst hatte Romy mich gefragt, ob ich Luzi, wenn es irgendwann mal so weit wäre, zu Hause gehen lassen wolle. Ich habe damals ja gesagt, auch wenn ich nein gedacht hatte. Romy weiß das mittlerweile. Ich wollte sie damals in ihrer Entscheidung unterstützen, auch wenn ich es mir selbst überhaupt nicht vorstellen konnte.

Als es nun so weit war, wusste ich, dass ich Luzi auf gar keinen Fall noch einmal in ihre Box zwingen wollte. Das war zuletzt immer nötig gewesen. Weil sie nicht mehr fraß, konnte ich ihr kein Gabapentin geben. Aber nicht nur deshalb wollte ich nicht in die Praxis. Mit dem Wissen, dass es jetzt nicht theoretisch ist, sondern wirklich darum geht, gab es keinen Zweifel mehr. Luzi sollte zu Hause gehen dürfen. Das war mir sehr wichtig.

Nur leider sah das unsere Praxis anders. Und überhaupt ist es nicht einfach, zeitnah einen solchen Termin zum Hausbesuch zu bekommen. Am Ende blieb da nur dieses Berliner Unternehmen, das überall Niederlassungen und sich auf Hausbesuche spezialisiert hat.

Nachdem ich den Termin gemacht hatte, blieben uns noch zwei Tage. Die meiste Zeit davon hat Luzi geschlafen und ich saß neben ihr und habe versucht zu arbeiten. Hauptsache, sie weiß, dass sie nicht alleine ist, dachte ich. Nur darauf kam es an.

Ein letztes Dankeschön von der Luzi

Am Abend vor ihrem Tod kam Katze Luzi noch einmal zum Kuscheln.
Am Abend zuvor: Luzi schnurrend auf meinem Schoß.

An unserem letzten gemeinsamen Abend ist Luzi dann nochmal zu mir aufs Bett gekommen. Sie hat mich getretelt, sich dann schnurrend auf mich gelegt und kuscheln lassen. Hat sogar noch ein bisschen auf mir liegend geschlafen.

Im ersten Moment war ich einfach nur überrascht gewesen. Dann aber überkamen mich tiefe Dankbarkeit und innere Ruhe. Ich dachte, dass sie das noch einmal für mich machen wollte, dass sie damit Danke sagen wollte. So wie sie vor Kurzem in einem Traum zu mir gesprochen und Danke gesagt hatte.

Die Ärztin, die am nächsten Tag kam, hat es so ähnlich gesehen. Sie meinte, dass unsere Tiere uns noch ihre Zuneigung zeigen wollen, obwohl sie gar nicht mehr können. Dass sie das machen, weil wir ihnen so wichtig sind.

Überhaupt fand ich, dass die Ärztin es gut gemacht hat. Ich war vor allem froh, dass sie keine Anfängerin war, vielmehr ein mütterlicher Typ, der auch mit uns geweint hat.

Romy war schon etwas früher gekommen und hat alles mit mir durchgestanden. Luzi war ja auch ihre Kleine, nicht nur meine. Trotzdem ist das natürlich nicht selbstverständlich, immerhin hat sie erst vor einem halben Jahr ihren Cobi verloren. Luzi ist dann auch auf unser beider Schoß für immer eingeschlafen.

Mein letztes Dankeschön an Luzi

Mein Dankeschön an Luzi sollte noch sein, sie für den Katzenhimmel fein zu machen. Ihr Fell sah zwar noch immer ziemlich gut aus. Aber ihr Pfoten und unter ihrem so wunderschönen Kinn war sie völlig verklebt von all dem Speichel und den Futterresten, die ihr ständig aus dem Mäulchen getropft waren.

Dabei habe ich mir auch ihre Zunge angeschaut. Beim Doc war das ja immer nur sehr kurz möglich. Und ich war da nicht in der Lage gewesen, so schnell die gesamte Situation zu erfassen. Beim letzten Mal hatte ich nur die Entzündung neben ihrer Zunge gesehen. Ganz sicher, dass der Tumor da noch nicht auf der Zunge angekommen war, bin ich nicht.

Von der Entzündung war nun nichts mehr zu sehen. Das Antibiotikum hatte also doch was für Luzi getan. Nur dass das nicht gereicht hatte. Nun war ihre linke Zungenhälfte umschlossen von dem tumorösen Gewebe. Das konnte sogar eine Laiin wie ich erkennen.

Die Erkenntnis hat mir viel innere Ruhe gegeben. Meine Entscheidung, nicht länger zu warten, war richtig gewesen. Mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht. Bald schon hätte Luzi gar nicht mehr trinken oder fressen können. Und dann wäre es für sie wirklich grausam geworden.

Wir haben Luzi noch lange gestreichelt und geputzt. Und waren trotz aller Vorbereitung darauf sehr schockiert, wie sehr sie sich dabei noch bewegt hat, obwohl sie schon längst aus ihrem Körper ausgezogen war.

Tiere gehen mit offenen Augen

Dass Luzi zu dem Zeitpunkt schon längst gegangen war, habe ich da aber noch gar nicht verstanden. Und dabei waren es nicht die Kontraktionen ihrer Muskeln, die mich haben zweifeln lassen. Es waren ihre offenen Augen. Dass Tiere mit offenen Augen gehen, darauf war ich nicht vorbereitet.

Dabei habe ich es nicht als schlimm erlebt. Eigentlich fand ich es sogar ganz schön. Es fühlte sich an, als würde sie mir dabei zuschauen, wie ich ihr Fell bürste und ihre Pfoten wasche. Und weil sie es geschehen ließ, schien ihr Blick es für gut zu befinden.

Andererseits haben die offenen Augen alles so unwirklich gemacht. Romy und ich sind dann noch ein bisschen spazieren gegangen. Und dabei habe ich die ganze Zeit gedacht, dass Luzi wieder aus dem Körbchen klettern könnte, in das ich sie für den Transport zum Tierbestatter bereits gebettet hatte.

Beim Tierbestatter, da ist sie nun. Oder wahrscheinlich ist sie bereits in Holland, wo sie kremiert werden soll. Mitgegeben habe ich ihr Krabbi, auf der sie auch zuletzt ihren Kopf immer gebettet hatte. Ich wollte, dass sie nicht so alleine ist.

Voller Liebe und Erinnerungen

Alleine bin nun ich. In einer Wohnung, in der alles nach Luzi aussieht. Daran ändern kann und will ich gar nicht so viel. Vor allem war es wichtig, ihr Bett abzubauen. In der ersten Nacht ohne sie immer wieder darauf zu schauen und sie dort nicht mehr vorzufinden, das war einfach zu grausam.

Wenn ich nun also bereits so viel wie möglich auf- und umgeräumt habe, wird Luzi noch immer hier sein. In allen Ecken und vor allem ganz tief in mir.

Wenn ich Glück habe, wird sie in meinen Träumen wieder zu mir kommen und mit mir sprechen. Allzu oft hatte sie das nie getan. Aber wenn doch, dann war das immer schön.

Meine Kleine. Ich hoffe, ich habe dir zum Schluss wirklich noch alles gesagt, was ich dir noch sagen wollte. Und ich hoffe, dass ich mich oft genug bei dir bedankt habe.

Es war mir eine Ehre und tiefe Freude, dass ich in den vergangenen sechs Jahre dein Mensch sein durfte.

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8 Kommentare

  1. Es tut mir wirklich weh das zu lesen, dennoch hört es sich wie ein schöner Abschied an.

    Ich bin grad richtig am weinen, da wir vor 2 Jahren unsere Nina ebenfalls wegen eines fortschreitenden Zungentumors und zusätzlich FiV, das die Heilung noch erschwerte, gehen lassen mussten.
    Es war anfangs sehr komisch nicht mehr eine Bewegung aus dem Augenwinkel zu erhaschen, hinzuschauen und sie dann dort sitzen zu sehen. Oft habe ich mir eine Bewegung eingebildet und dann auf eine leere Stelle geschaut. Das war hart. Jede penetrante Angewohnheit, die man vorher nervig fand hat auf einmal gefehlt. Und es fühlte sich falsch an ohne sie weiterzumachen, einfach diese große Lücke zu akzeptieren, die so eine gute Freundin nunmal hinterlässt.
    Und doch passiert es irgendwie. Sachen ändern sich und man merkt es erst im nachhinein. Die Trauer kommt noch oft vorbei, aber ebenso schleichen sich schöne Momente mit und mit wieder ein.

    Manchmal bin ich ein bisschen neidisch auf diese Zufriedenheit, die Nina immer in sich trug. Als wollte sie sagen „Solange man sich in einen Sonnenstrahl legen kann ist das Leben doch schön.“

    Ich hoffe, dass du gut durch die Trauer hindurch kommst und vielleicht irgendwann wieder einen Sonnenstrahl für dich findest. Mein ganz ehrliches und herzliches Beileid.

    Ruhe in Frieden Luzi <3

  2. Liebe Britta,
    es tut mir so unendlich leid, zu hören, dass sie (8 Monate nach dem süßen Cobi) doch schon so früh gehen musste.

    Ich fühle mit dir. Luzi war eine so schöne und vor allem unglaublich liebe Katze, die es richtig gut bei dir hatte.

    Nach all den Ups und Downs in so kurzer Zeit die richtige Entscheidung zu treffen, ist schwierig und schmerzhaft.

    Habe eine ähnliche Erfahrung gemacht (Katze Moritz): Man spürt ein Loch in der Brust. Sie hinterlässt eine Lücke, man sieht seine geliebte Katze lange noch in der Wohnung und an ihren Lieblingsplätzen: Sie ist noch da.

    Mich hat das getröstet.

    Ich hoffe, du empfindest einen ähnlichen Trost für dich. Und wenn es der war: Sie hatte es schön bei dir und liebte dich.

    Fühl dich gedrückt.

    Vroni

    1. Liebe Vroni,

      ich danke dir für deine Anteilnahme.

      Ja, das ist wahr: Luzi war wirklich eine ausgesprochen liebe Katze. Das hat vielleicht nicht jede/r so erleben dürfen, denn in ihrem Herzen war immer nur Platz für einen Menschen. Ich aber hatte das Glück, dieser Mensch sein zu dürfen.

      Ihre Asche abzuholen, war nochmal hart. Der Weg führte uns durch einen Park. Wie gerne wäre ich mit ihr früher schon mal in einen Park gegangen, aber das war leider nie möglich. Jetzt hätte ich ihre Asche dort fast unter einem kleinen Baum verstreut. Aber dann habe ich das doch nicht getan. Zu wichtig war mir, sie wieder nach Hause zu bringen.

      Mit jedem Tag, der ohne sie vergeht, wird es ein wenig leichter. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung war, sie gehen zu lassen. Das ist es, was mich tröstet.

      LG, bk

  3. Rest in Peace, liebe Luzi. Es tut mir so leid für euch. Ihr wart ein tolles Team und Luzi hatte ein so schönes Zuhause und über ihren Tod hinaus so eine liebevolle Fürsorge. Das habe ich bei jedem Blogbeitrag gedacht, den ich hier gelesen habe. Mögen der tiefe Schmerz und das Vermissen mit der Zeit ein bisschen kleiner werden und die Erinnerungen an so viele schöne und innige Momente, an die gemeinsame Lebenszeit, ein bisschen trösten.

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      vielen Dank für deine Anteilnahme.
      Ja, ein tolles Team, so habe ich uns auch immer gesehen. Und dass Luzi die Fürsorgerin in mir geweckt hat – die hatte ich vorher gar nicht in mir vermutet.
      Es ist jetzt vier Wochen her, aber es kommt mir viel länger vor. Irgendwie habe ich das Zeitgefühl verloren. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich versuche, mehr an die guten Zeiten zu denken als an die schlimmen zum Schluss. Die wirklich guten Zeiten sind aber schon eine ganze Weile her. Und spätestens da vermengt es sich: Es war richtig und wichtig, sie nun gehen zu lassen – aber ich vermisse sie so sehr.
      LG, bk

      1. Liebe Britta,
        eine Freundin hat mal zu mir gesagt, du bist so traurig und vermisst sie so sehr, weil du so tief mit ihr verbunden warst und sie so sehr geliebt hast. Alma war, wie Luzi, eine sehr liebe Katze, die auch an einem Plattenepithelkarzinom erkrankt war. Es zerreißt einem das Herz und das Vermissen schmerzt so sehr, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, ein geliebtes Tier gehen lassen zu müssen, auch wenn es das Letzte ist, was man für die geliebte Katze nach einem langen gemeinsamen Weg mit so vielen intensiven Momenten und Gefühlen noch tun kann. Und die Trauer ist genauso tief und komplex wie beim Verlust eines Menschen. Ich bin damals auf ein Buch gestoßen, das mir etwas geholfen hat: Abschied nehmen – Trauer um ein geliebtes Tier. Ein Begleit- und Praxisbuch, von Eva Dempewolf. Vielleicht ist das auch was für dich.
        Auch wenn ich Luzi nicht persönlich kannte, haben deine berührenden Einblicke in euer gemeinsames Leben ermöglicht, die liebe Luzi ein kleines bisschen aus der Ferne kennenlernen zu dürfen. Danke dafür.
        Ich wünsche dir viel Kraft und das das Vermissen irgendwann nicht mehr so weh tut. Luzi hatte es so gut bei dir!
        Liebe Grüße, Nicole

      2. Liebe Nicole,
        wenn es etwas gibt, womit ich mehr Erfahrung habe als die meisten Menschen meines Alters, dann ist es Trauer. Viel früher, als erwartbar war, habe ich bereits wesentliche Menschen verloren. Und als es keine nahen Verwandten mehr gab, ging es im Freundes- und engeren Bekanntenkreis weiter. Jedes Mal war es schlimm und fürchterlich. Aber jedes Mal wieder hat mir meine Resilienz geholfen, zurück ins Leben zu finden.
        Das passiert auch jetzt. Auch wenn mit Luzi so manches anders war. So vor allem die Erfahrung dieser tiefen Bindung zwischen ihr und mir. Ich weiß nicht, wie genau das mit dir und deiner Alma war, aber offenbar wart auch ihr ein sehr enges Team. Vielleicht warst auch du dir sicher, dass deine Alma dich so geliebt hat, wie du sie geliebt hast.
        Bei mir macht dieses Wissen die Trauer anders, als ich Trauer bisher kannte. Meist gehörten auch ungute Erinnerungen an Streit oder Ärger dazu. Nun aber basiert meine Trauer neben dem Schmerz des Verlustes rein auf Liebe. Das macht sie auf sehr traurige Weise irgendwie auch schön.
        Ich hatte Luzi gesagt, nach wem sie im Katzenhimmel Ausschau halten soll. Cobi und Emma zum Bespiel, das waren auch zwei ganz besonders liebe Katzen. Nun hoffe ich, dass sie auch Alma trifft und mit ihr eine gute Zeit verbringt.
        GLG, bk

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