Katzenschaukel selber machen für den Balkon

Luzi feiert mal wieder ihren elften Geburtstag, zum nunmehr vierten Mal. Dafür brauchte es natürlich ein Geschenk. Eher zufällig entdeckte ich in den Wochen zuvor eine Deko-Leiter. Mit der wollte ich irgendwie ihren Balkon verschönern. Da wusste ich aber noch nicht, dass ich daraus eine Katzenschaukel selber machen würde. Die, wie ich finde, sehr hübsch geworden ist. Allein Luzi konnte ich noch nicht davon überzeugen, sie auch zu nutzen.

Der Balkon – einer von Luzis Lieblingsplätzen

Der Balkon hat sich definitiv zu einem von Luzis Lieblingsorten gemausert. Anfänglich war er ja nur sehr bedingt angekommen. Dass ich ihn zu ihrem letzten elften Geburtstag erstellt hatte, hatte Luz (vor lauter Stress) erst einmal zum Erbrechen gebracht – im wahrsten Sinn des Wortes. In der Folge hat sie ihn nur abends im Dunklen aufgesucht. Immer nur ganz kurz.

Noch heute geht Luz bevorzugt im Dunklen nach draußen, noch immer nur kurz am Stück. Doch seit dem schlimmen Sonntag als Notfall in der Tierklinik hat sie den Balkon richtig liebgewonnen. Auch bei Regen und Kälte (Schnee hatten wir ja nicht) muss Luz abends dort mal kurz gewesen sein.

Gerne kauert sie aber auch mal tagsüber dort und beobachtet die Leute unten im Café. Oder schaut den Passanten auf dem Bürgersteig hinterher. Denn wahrscheinlich hat sie verstanden, dass niemand sie sehen kann, während sie doch eine ganze Menge mitbekommt.

Ihren wunderbaren Kratzbaum hingegen hat sie bis heute nicht benutzt. Obwohl der mittlerweile einen altersgerechten Anbau bekommen hat.

Nun sah ich also diese sogenannte Deko-Leiter und dachte, dass ich daraus etwas bauen könnte, das vielleicht sogar den Kratzbaum attraktiver macht. Entstanden ist eine Katzenschaukel, die Luzi auch nicht nutzt. Aber vielleicht ändert sich das ja noch – Hauptsache, wir müssen dafür nicht wieder in die Tierklinik.

Diese Katzenschaukel selber zu machen war jedenfalls wahrlich einfach.

Eine Katzenschaukel für den Balkon selber machen

Luzis Katzenschaukel besteht aus Teilen, die ich nicht selber machen musste. Vielmehr musste ich nur die bereits fertigen Teile miteinander verbinden und so einem neuen Zweck zuführen.

Auch in diesem Fall reden wir hier also von Upcycling. Denn es geht um eine Art der kreativen Gestaltung, die ich am meisten liebe: Nimm zwei Dinge und mache daraus etwas Neues. Zwar musste ich die Bauteile erst einmal kaufen. Aber so ist aus einem Deko-Objekt und einer Baumscheibe eine Katzenschaukel entstanden, die Luzi tatsächlich nutzen könnte.

Material für die Katzenschaukel

Neben der Hängedekoration, der sogenannten Leiter, und der Baumscheibe braucht es für die Katzenleiter noch:

  • Klettband zum Befestigen der Baumscheibe
  • einen Bambusstab (in meinem Fall 180 Zentimeter lang) für die Aufhängung
  • Juteseil
  • Kabelbinder
  • Säge zum Zuschneiden des Bambusstabs
  • Tacker zum Befestigen des Klettbands

Die Leiter hat sechs Sprossen. Auf den mittleren beiden habe ich die Baumscheibe angebracht. Die hätte ich natürlich auch festschrauben können. Ich aber habe mich für Klettband entschieden und dies einfach mit dem Tacker an den beiden Sprossen befestigt. So lässt sich alles auch schnell rückbauen, ohne groß Spuren zu hinterlassen (bis auf ein paar Löchlein durch den Tacker).

Das dicke Juteseil der Leiter musste ich ein wenig verlängern. Dazu habe ich dünneres Juteseil benutzt und damit auch die Aufhängung an der Schaukel befestigt: zwei Bambusstäbe. Die hatte ich zuvor aus dem langen Bambusstab zugesägt.

Warum Bambus für die Aufhängung? Weil Bambus ein sehr starkes Material ist, das nicht so schnell zerbricht. Es sollte also auch einer Luzi standhalten können, sollte die jemals auf diese Schaukel springen.

Die Befestigung der Bambusstab-Aufhänger erfolgt dann am Balkongeländer (und in meinem Fall an der Dachkonstruktion ihres Balkon-Außengeheges) mit den Kabelbindern. Die sollten natürlich einigermaßen lang und dick sein. Vier Stück pro Seite sollten auch eine Luzi halten.

Und was sagt Luzi zu ihrer Katzenschaukel?

Luzi unter ihrer Katzenschaukel. Dass sie damit schaukeln könnte, hat sie noch nicht entdeckt. Das Leckerli auf der Schaukel auch nicht.
Luzi nimmt ihrer Welt eher zweidimensional wahr…

Die gute Nachricht vorweg: Luzi hat nicht als Erstes gekotzt. Das ist ja schon mal was. Tatsächlich hat sie sogar mal kurz daran geschnüffelt. Was Romy direkt mit einem »Kurz geschnüffelt ist halb gewonnen« kommentierte.

Allzu interessant scheint die Schaukel aber nicht zu riechen. Also habe ich es mit Leckerli probiert. Luz war natürlich sofort ganz scharf auf die. Allerdings sucht sie Leckerli nur am Boden. Ich bin mir sicher, dass sie die Dinger auch wahrnimmt, wenn sie auf der Schaukel liegen. Allein sucht Luzi dort nicht nach ihnen.

Was mich zu der Überzeugung bringt, dass Luz ihre Welt nur noch zweidimensional wahrnimmt. Aber vielleicht schaffe ich es ja, ihr mittels ihrer neuen Katzenschaukel die dritte Dimension wieder näherzubringen.


Die Gesamtinvestition für diese Katzenschaukel, die ich für Luzi ohne großen Aufwand selber machen konnte, beläuft sich übrigens ungefähr auf schlappe zwölf Euro.

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