Katze spielt Verstecken: Wo ist die Luzi?

Wenn Katzen nicht gerade Löwen oder Geparden sind, hetzen sie ihre Beute nicht durch die Gegend. Katzen lauern ihrer Beute auf, bis sich das Anschleichen lohnt. Sie gehen das Ganze also vergleichsweise gemütlich an und investieren bei der Jagd weit weniger Energie. Als Lauer- und Schleichjäger muss man sich in dieser Kernkompetenz natürlich immer wieder üben. Also spielt so manche Katze Verstecken mit ihrem Menschen.

Wo ist denn nur die Luzi?

Wenn ich Luzi mal wieder suchen muss, spielt meine Katze nicht wirklich Verstecken mit mir. Sprich: Luzi ist dann einfach verschwunden. Zumindest für meine schlechten Augen ist sie nicht zu entdecken. Um dann ganz plötzlich irgendwo wieder aufzutauchen. Oder sich irgendwo wie von Zauberhand zu materialisieren.

Nehmen wir das Bild oben zum Beispiel. Entstanden ist es irgendwann im letzten Sommer. An die Umstände erinnere ich mich nicht mehr genau. Aber ich weiß noch, dass ich absolut sicher war: Luzi muss sich irgendwo im Schlafzimmer befinden. Nur wo?

Das Foto entspricht in Hinblick auf Bildausschnitt und Lichtverhältnisse genau dem, was ich damals sah. Oder eben nicht sah. Tatsächlich bin ich an Luzi vorbeigegangen, ohne sie zu erblicken. Zur offenen Tür bin ich gelaufen, habe auf den Balkon und hinter den Vorhängen nach ihr gesucht. Erst als ich mich umgedreht und mit dem Licht im Rücken zurück in den Raum geschaut hatte, habe ich sie entdeckt.

Wow!, dachte ich: Perfekte Mimese! Also machte ich das Foto, um es Romy zu schicken. Und auch sie brauchte einen Moment, bis sie Luz entdeckte.

Momente wie diese perfekte Anpassung an ihre Umgebung hatten zuvor bereits dafür gesorgt, dass ich nachts meinen Kopf auf ein vermeintliches, sehr kuscheliges Kissen fallen gelassen hatte – um dann feststellen zu müssen, dass das Kissen Luzi war.

Apropos hinterm Vorhang …

Nie werde ich die Szene vergessen, als Luzi sich perfekt hinter dem Vorhang versteckt und sich dann mit ihrem Fauchen selbst verraten hatte.

Ich hatte Freunde zum Brunch eingeladen – was Luzi natürlich gar nicht gefallen hatte. Damals war sie noch die Königin des Küchentisches. Und als solche war sie gar nicht angetan davon, dass ich dort für ein spätes Frühstück gedeckt hatte. Dann klingelte es auch noch und es kamen tatsächlich Gäste. Unter ihnen auch noch ein Mann! Sprich: Nichts, wozu sie jemals ihre Zustimmung erteilt hätte.

Also war sie schnell verschwunden. Wieder war ich mir sicher, dass sie nur im Schlafzimmer sein konnte. Aber als ich nach ihr schauen ging, konnte ich sie nicht finden. Also rief ich eine Freundin zur Hilfe. Doch auch sie konnte Luzi nirgendwo entdecken. Nicht auf oder unter dem Bett. Nicht im Schrank. Auch nicht in irgendeiner Ecke. Erst als ich die Balkontür, die die ganze Zeit offen gestanden hatte, schließen wollte, hörte ich es plötzlich vor mir fauchen.

Hätte Luzi sich nicht selbst verraten, ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass sie sich hinter der Tür und dort hinter dem Vorhang vor uns versteckt hatte. Ohne Fauchen würde ich sie wahrscheinlich heute noch suchen.

Katze Luzi spielt Verstecken - hinter ihrer neuen Weidenhöhle
Finde das Öhrchen!

Katze spielt Verstecken hinter dem Weidenkorb

Nun haben wir seit Kurzem einen Weidenkorb. Oder Weidenhöhle, wie man wohl auch sagt. Leider ist Luzi nun so gar kein Höhlentier. Im Gegensatz zu anderen Katzen, die es sich darin direkt gemütlich machen würden, bleibt Luzi bei Höhlen auf Distanz.

Andererseits bin ich froh, dass sie beim ersten Anblick nicht sofort hinterm Klo verschwunden ist. Denn hinterm Klo, das ist längst bekannt, verbarrikadiert sie sich, wenn es ganz dicke kommt. Nein, Luzi ist cool geblieben. Was dafür spricht, dass sie noch keinen Kontakt mit solchen Weidenkörben hatte. Und entsprechend nicht weiß, dass man sie damit auch zum Tierarzt transportieren könnte.

Aber genau dafür habe ich das Teil gekauft. Ich wollte eine Transportmöglichkeit, mit der ich noch einmal bei null anfangen kann. Und das ist aktuell auch unser Trainingsstand: null.

Okay, vielleicht nicht mehr wirklich null. Vielleicht sind wir schon bei null Komma fünf. Denn immerhin war sie schon zweimal komplett in der Höhle. Wenn auch nur für den Zeitraum, in dem es sich für sie noch lohnte, dort nach Leckerli zu suchen. Leckerli gibt es dort jetzt jedenfalls immer nach dem Rampen-Training. Im Moment geht es mir also darum, dass sie lernt, den Weidenkorb als Ort der Belohnung zu verstehen.

So oder so hat sie zumindest keine Angst vor dem Ding. Zuvor stand dort eine Holzkiste, hinter der sich gerne versteckt hatte. Nun schleicht also immer wieder um den Korb herum oder steckt sogar ihren Kopf hinein. Auf dem Bild jedenfalls hat sie sich hinter dem Weidenkorb geputzt.

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